Print it! – Alles rund um die Hochzeitspapeterie

„Das Schreiben, das Schreiben, soll man nicht übertreiben, das kostet bloß Papier“ meinte einst Wilhelm Busch. Ihr werdet gleich merken, dass der „Max & Moritz“-Schöpfer offensichtlich keine Ahnung von stilsicherer Hochzeits- Schreibkultur hatte…

Dem Dichter-Fürsten kann ich nicht mehr helfen. Aber Euch! Und damit Ihr im Papier-Dschungel nicht verloren geht, verrate ich Euch ein paar Tipps rund um das Thema Hochzeitspapeterie.

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Papeterie – was ist das eigentlich?

Zunächst einmal Grundsätzliches: „Papeterie“ bedeutet schlicht und ergreifend „perfekte Papierwaren”. Diese sollen Euren Hochzeitsgästen Orientierung geben. Aber Achtung! Denn die Palette hat es in sich: Menükarten, Tischkarten und Kirchenhefte gehören ebenso dazu, wie Schilder in der Location und Danksagungskarten…

Habt Ihr alles richtig gemacht, zieht sich die Papeterie von vorne bis hinten wie ein optischer „weißer Faden“ durch Eure Hochzeitsplanung. Bedenken solltet Ihr also nicht nur Papierstärke, Material, Farben, Schriftarten, etc. sondern auch, ob sich z.B. das Motto Eurer Hochzeit in der Papeterie wiederfindet. 


Auf die Karten, fertig, los…

Was sind denn nun die wichtigsten Gimmicks?


Save-the-Date

Außer dem Termin stehen noch keine Details zum Tag XX-Love fest? Trotzdem wollt Ihr auf Nummer sicher gehen, dass Eure Liebsten dann auch wirklich an Eurer Seite sind? Für klassische Einladungen ist es jetzt noch zu früh. Aber ihr könnt schon mal „Save-The-Date-Karten“ verschicken. Das ist besonders wichtig, wenn Ihr in den Ferien heiratet oder Gäste von Auswärts kommen. Abschicken müsst Ihr sie spätestens sechs Monate vor dem Hochzeitstermin. Verzichtet auf aufwändiges Formulieren, denn „Weitere Informationen folgen mit der Einladung“.

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Die Save-the-Date Karte findet man häufig im Postkartenformat. Hier seht Ihr ein Beispiel vom MARRY JANE Brautpaar Ann Katrin und Jakob, die sich am 2. Juli 2016 das Ja-Wort geben. In Zusammenarbeit mit der wundervollen Melina von HERZ-Blatt Hochzeitspapeterie wurde dieses hübsche Design entwickelt. Selbstverständlich könnt Ihr Eurer Kreativität freien Lauf lassen (Wie wäre es z.B. mit einem Kühlschrankmagneten?) – die Hauptsache: Eure Gäste können sich Euer Hochzeitsdatum in den Kalender eintragen.

Vorab habt Ihr vielleicht auch die Lust (und die Zeit) ein Fotoshooting im Stil Eurer Hochzeit zu machen. Ein Save-the-Date-Shooting bietet sich immer sehr gut an, um den potentiellen oder bereits gebuchten Hochzeitsfotografen ein bisschen besser kennenzulernen.


Einladungskarten

Es wird ernst! Die Einladungskarte ist für Eure Gäste die Vorschau darauf, was sie am Tag der Tage erwartet: Wird es klassisch oder eher lässig? Heiratet ihr an der See, im Schloss oder im Stadtpark? Hochzeitseinladungen verraten viel, geben Euren „Team-Wedding“ z.B. eine Idee, welches Outfit angesagt ist.

Ob in knalligen oder zarten Farben, ob Muster oder ausgestanzt oder sogar dreidimensional – Egal! Wichtig ist, dass Ihr Eure Karten spätestens zwei Monate vor der Hochzeit in den Briefkasten werft. Und natürlich müssen die wichtigen W-Fragen darin geklärt sein: Wer, was, wo, wann. Hilfreich ist ebenfalls, wenn Ihr verratet, wer den Hut bei der Organisation trägt (z.B. Wedding Planner, Trauzeugen oder Brautmutti) und welche Geschenkewünsche Ihr habt.

Damit das Ganze textlich nicht überladen wird, rate ich Euch zu einem „Einleger“ mit Spezial-Infos (u.a. zur Anreise, Übernachtungstipps, etc.).

Wer ́s individuell mag, lässt z.B. auf Briefmarken ein passendes Pärchenbild drucken oder arbeitet mit Düften oder anderen Deko-Elementen, wie z.B. getrockneten Blumen.

Ein Stempel bietet sich für Papeterie einer Hochzeit auch immer sehr gut an. Diesen könnt Ihr bereits bei der Save-the-Date-Karte nutzen als auch in diversen anderen Bereichen Eurer Hochzeitspapeterie.


Antwortkarten

In Zeiten von Whats App wirkt eine solche Karte sehr stilvoll und sorgt dafür, dass Ihr von Euren Gästen auch pünktlich eine Reaktion bekommt! Statt dem Klassiker „bitte antworte bis zum…“ heißt es jetzt übrigens neudeutsch „RSVP“ (ist französisch, bedeutet „répondez s’il vous plaît “)

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Menü- und Getränkekarten

Ihr zeigt Euren Geladenen was sie kulinarisch und getränketechnisch erwartet – unabhängig davon, ob Ihr ans Buffet bittet oder ein Menü am Platz servieren lasst. Auch bei weiteren Rahmenprogrammen wie z.B. der Candy Bar solltet Ihr die Papeterie im Auge behalten.

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Tisch- und Platzkarten

Wo sitzt Oma Helga, wo die böse Stiefmutter des Bräutigams? Ein Tischplan im Eingangsbereich der Location hat gleich zwei Funktionen: Erstens fühlen sich Eure Gäste gleich willkommen, wenn sie ihren Namen lesen. Und zweitens erspart Ihr Ihnen damit das Haare raufen, mit wem sie denn den Abend am Tisch verbringen sollten… Habt Ihr vorab die Sitzordnung am Tisch festgelegt, braucht Ihr auf dem Tisch die Tischnummer sowie für jeden Gast eine Platzkarte mit Namen. Bei den Namenskarten kann man auch hervorragend eine erneute persönliche Begrüßung aussprechen und für das „Da-sein“ am Hochzeitstag danken.


Give Away

Auch beim Give Away solltet Ihr nicht von Eurem „weißen Faden“ der Hochzeitspapetrie abweichen.

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Danksagungskarten

Ihr habt mit Freunden und Familie ein rauschendes Fest gefeiert. Doch jetzt ist die Hochzeit vorbei und Ihr müsst nochmal ran! Und zwar direkt nach den Flitterwochen! Jeder Gast sollte mit persönlichen, möglichst handschriftlichen Worten bedacht, jede Inszenierung und jedes Geschenk bedankt werden. Kleiner Tipp: Macht Euch schon kurz nach der Hochzeit Notizen, von wem ihr was bekommen habt! Euer Schwager hat Euch mit Luftballonherzen am Brautwagen zu Tränen gerührt, die Nachbarin sich während der Feierlichkeiten um Euren Hund gekümmert – schreibt es auf! Bedankt Euch dafür! Sie alle haben dafür gesorgt, dass Euer Tag perfekt war! Und natürlich sollte die Karte ein Top-Foto von Euch als Brautpaar zieren…

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Selber machen oder machen lassen?

Ihr wollt Euch ins Papeterie-Abenteuer stürzen? Dann fragt Ihr Euch sicherlich, ob Ihr die Karten designen lasst oder selber Hand anlegt… Überlegen solltet Ihr neben der Frage des Budgets vor allem, ob Ihr wirklich Lust, Zeit, Ideen und eine ruhige Hand dafür habt, unter die DIY-er zu gehen. Wenn Ihr euch nicht ganz sicher seid – die MARRY JANEs helfen Euch gerne beim Designen…

Alles Liebe!

Julia-Marie